Klares Wasser das ganze Jahr: Tipps vom Teich- und Gewässerservice

Ein Teich, der das Jahr über klar bleibt, entsteht nicht durch Zufall. Er ist das Ergebnis aus Verständnis für Wasserchemie, vorausschauender Pflege und konsequenten Eingriffen zur richtigen Zeit. Wer regelmäßig mit Natur- und Zierteichen arbeitet, weiß, wie schmal der Grat zwischen vitalem Ökosystem und trübem Becken sein kann. Im Folgenden teile ich die Grundsätze und Handgriffe, die wir im Teich und Gewässerservice über viele Saisons hinweg verfeinert haben, ergänzt um Erfahrungen aus Gärten, Parks und gewerblichen Anlagen. Für Leserinnen und Leser aus dem Norden: Wo es sinnvoll ist, weise ich auf regionale Besonderheiten hin, die wir im Teichservice Hamburg beobachten.

Was klares Wasser wirklich bedeutet

Klares Wasser ist nicht steril, sondern im Gleichgewicht. Sichttiefe, Geruch, Algenvorkommen und die Reaktion des Teiches auf Wetterumschwünge zeigen, ob das System trägt. Entscheidend sind drei Säulen: Nährstoffhaushalt, Sauerstoffhaushalt und Mikroklima. Gerät eine aus der Balance, kippt das Gesamtbild. Ein Beispiel aus Hamburg-Eimsbüttel: Ein Stadtgartenteich mit 12 Kubikmetern, besetzt mit Goldfischen, blieb über Jahre unauffällig, bis ein neuer Rasenroboter feinste Schnittreste in den Bachzulauf trug. Innerhalb von zwei Wochen kam es zu einer Fadenalgenblüte. Nicht die Fische, nicht der Filter waren das Problem, sondern zusätzlicher Phosphateintrag aus der Biomasse. Nach einer kleinen baulichen Änderung am Zulauf und einer Nährstofffällung war die Sichttiefe zurück.

Wer so denkt, handelt immer an der Wurzel. Anstatt Symptome wie Algen nur oberflächlich zu entfernen, muss geklärt werden, warum die Pflanzen das Wasser nicht stabil halten oder warum der Filter die Last nicht trägt.

Jahreslauf: Warum Timing wichtiger ist als Technik

Teichpflege folgt dem Kalender, aber nicht sklavisch. Temperaturen, Sonnenstunden und Niederschläge schieben die Grenzen. In Norddeutschland beginnen wir häufig Mitte März, in höheren Lagen eher später. Ein robuster Rhythmus hat sich dennoch bewährt: im Frühling Bedingungen für Wachstum schaffen, im Sommer Lastspitzen abfangen, im Herbst Nährstoffe aus dem System nehmen, im Winter Strukturen schützen. Wer diese Logik verinnerlicht, braucht weniger Notfallmaßnahmen.

Frühling: Biologie wecken, Nährstoffe bremsen

Sobald das Wasser dauerhaft über 8 Grad liegt, mobilisiert das System. Der Filter wird mit Bedacht in Betrieb genommen, nicht im Vollgasmodus. Die Bakterienkulturen brauchen Sauerstoff und Zeit. Wer den Teich leerpumpt und alle Sedimente aufwirbelt, bringt mehr Nährstoffe in Lösung, als der Filter zu Saisonbeginn verarbeiten kann. Besser: Sedimente gezielt in den kritischen Zonen absaugen, vor allem in Totbereichen ohne Strömung und in Flachwasserbuchten. Ein Teich mit 20 Kubikmetern verträgt an einem Tag gut 15 bis 20 Prozent Wasserwechsel, mehr nur bei parallel laufender Nährstofffällung.

Wasserpflanzen bekommen jetzt die Bühne. Sumpf- und Unterwasserpflanzen, die im Vorjahr schwächelten, werden geteilt oder ersetzt. Ich setze die Pflanzen nicht in dichte Teicherde, sondern in kiesreiche Substrate mit geringem Phosphatgehalt, damit die Wurzeln arbeiten müssen und Nährstoffe aus dem Wasser ziehen. Rhizome von Seerosen kontrolliere ich streng, besonders in kleinen Teichen. Zu viel Beschattung im Frühsommer drückt den Sauerstoffeintrag.

Technik wird im Frühling kritisch geprüft. Pumpenräder von Laub befreien, Dichtungen prüfen, Schläuche spülen. UVC-Lampen, wenn vorhanden, nach Betriebsstunden wechseln. Viele Anlagen laufen mit Lampen, die nach 8000 bis 10000 Stunden weniger als die Hälfte der Wirkung liefern. Im Teichservice Hamburg wird das im Protokoll geführt, weil gerade städtische Teiche hohe Schwebstofflasten nach Stürmen abbekommen.

Frühsommer bis Hochsommer: Last managen, Sauerstoff sichern

Sobald die Wassertemperatur an 20 Grad kratzt, steigt die biologische Aktivität steil an. Fische fressen mehr, Filterschäume füllen sich schneller, Algen haben ideale Bedingungen. Hier trennt sich Routine von Hektik. Wer jetzt jeden zweiten Tag „aufräumt“, produziert oft nur Schwankungen. Besser ist eine ruhige, aber konsequente Linie: kontinuierliche Schmutzentnahme, stabile Strömung, klar definierte Futtermenge, gute Beschattung, aber kein Vollschatten.

Wir messen im Sommer öfter gelösten Sauerstoff, vor allem am frühen Morgen. Unter 5 Milligramm pro Liter gehen wir in den Handlungsmodus: Oberflächenbewegung verstärken, Bachlauf länger laufen lassen, Schlammschichten am Boden reduzieren. Ein Beispiel aus Bergedorf, 35 Kubikmeter Koi-Teich: Nach drei Tagen über 30 Grad sank der Frühwert auf 4,6 mg/l. Ein zusätzlicher Diffusor an der tiefsten Stelle und ein moderates Runterfahren der Fütterung um 20 Prozent reichten, um die Kurve zu kriegen. Koi sind robust, aber der Sauerstoffmangel zeigt sich zuerst in der Fraßlust und in hektischer Atmung an der Oberfläche.

Nährstoffspitzen kommen im Sommer oft durchs Gießen angrenzender Beete mit Düngerwasser, durch Starkregen, der Dachflächen entwässert, oder durch Fischfutter mit hohem Phosphoranteil. Wer die Quelle kennt, spart Geld. Ein phosphorarmes Futter mit hoher Verdaulichkeit reduziert Schlammbildung merklich. Außerdem ist es sinnvoll, im Sommer pro Woche 5 bis 10 Prozent Wasser zu tauschen, sofern das Nachfüllwasser passt. In Hamburg mit eher weichem Regenwasser und moderatem Leitungswasser lassen sich Karbonathärte und pH gut im Zielkorridor halten. In Regionen mit sehr hartem Leitungswasser braucht es mehr Fingerspitzengefühl oder eine Mischung mit Regenwasser.

Herbst: Nährstoffe raus, Strukturen rein

Der Herbst entscheidet, wie der Winter verläuft. Wenn wir Laub, abgestorbene Pflanzenmasse und schlammige Zonen vor dem ersten Frost reduzieren, bleibt der Sauerstoff im Winter stabiler und das Ammoniumrisiko sinkt. Ab Ende September bis November setzen wir Laubnetze, kürzen Röhricht behutsam und entnehmen, was sichtlich abstirbt. Die Kunst besteht darin, nicht alles zu steril zu schneiden. Überwinternde Insektenlarven und Amphibien brauchen Rückzugsorte. Wir lassen standfeste Halme oft bis 20 oder 30 Zentimeter stehen. Sie belüften bei leichtem Wind die Wasseroberfläche, wenn sich eine dünne Eisschicht bildet.

Filter gehen ab einer Wassertemperatur unter 8 Grad schrittweise in den Winterbetrieb. Durchfluss reduzieren, aber nicht ganz stoppen, sofern die Leitungsführung frostsicher ist. UVC-Geräte schalten wir in der Regel ab, wenn die größte Schwebalgenlast vorbei ist. Dabei zählt die Anlage: Schwerkraftfilter und große Biofilter fahren wir träger herunter als kleine Druckfilter, die schnell auskühlen.

Winter: Ruhe zulassen, Leben schützen

Im Winter gewinnt, wer nichts übertreibt. Eisfreihalter sind hilfreich, aber keine Heizung. Es geht darum, Gasaustausch zu ermöglichen, nicht den Teich auf 10 Grad zu bringen. Warme Luftbäder schaden eher, sie treiben pH und CO2 aus der Balance. In sehr kalten Wochen reichen kleine offene Zonen, vorzugsweise an den tiefsten Stellen, wo Schlamm schleichend Gase freisetzt. Wir raten von harten mechanischen Eingriffen ab. Aufschlagen von Eisplatten schockt Fische und kann ihre Schwimmblase schädigen.

Füttern wir im Winter? Nur bei Temperaturen dauerhaft über 6 bis 8 Grad und dann sparsam, mit leicht verdaulichem Futter. Viele Teiche profitieren davon, die Fütterung von Dezember bis Februar ganz auszusetzen. Ein Fehler, den wir immer wieder sehen, ist die Gewohnheitsfütterung im Advent. Das Futter sinkt, wird zu Schlamm und treibt im März die erste Algenblüte an.

Algen verstehen, nicht bekämpfen

Algen sind nicht der Feind, sondern die Antwort des Systems auf überschüssige Nährstoffe und Licht. Schwebealgen machen das Wasser grün, Fadenalgen bilden zähe Matten. Beide kann man mechanisch reduzieren, dauerhaft wird es nur über den Nährstoffpfad. Wir arbeiten mit drei Hebeln: Phosphatbindung, Pflanzenleistung, Sedimentmanagement. Chemische Algizide setzen wir nur in Ausnahmefällen ein, etwa wenn eine Anlage akut kippt und Fische gefährdet sind. Dann gehört vorher und nachher gemessen, sonst verschiebt man das Problem in die Zukunft.

Phosphat lässt sich mit mineralischen Bindern ausfällen. Aber: Wird zu viel Fällmittel eingebracht, sinkt das Puffersystem der Karbonate und der pH kann unruhig werden. In kleinen Teichen geben wir eher mehrere kleine Gaben im Abstand von Tagen als eine große. Parallel sollten Pflanzen frisch austreiben, um das freigewordene Nährstofffenster zu nutzen.

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Fadenalgen entnehmen wir großflächig, nicht in kleinen Fetzen. Sonst verteilen wir nur Sporen und Reste, die als Nährstoffbatterie liegen bleiben. Ein guter Zeitpunkt ist der Vormittag, wenn die Algen stabiler sind und nicht brüchig. In Bachläufen reduzieren wir die Strömung leicht, greifen ab, erhöhen dann wieder die Geschwindigkeit. Der Ablauf dauert in einem 10 Meter langen Bach selten länger als 30 Minuten und spart im Sommer viel Ärger.

Pflanzen als tragende Säule

Ein ausbalancierter Pflanzplan spart Technik. Unterwasserpflanzen wie Tannenwedel, Tausendblatt oder Wasserpest ziehen Nährstoffe direkt aus dem Wasser. Röhrichtpflanzen wie Rohrkolben und Schilf setzen Struktur, aber sie dürfen Flachwasserzonen nicht komplett dominieren, sonst verschlammt der Bereich. Seerosen geben Schatten und brechen Wellen, doch sie verstecken auch Futterreste, wenn sie zu dicht stehen. Für einen Teich mit 15 Kubikmetern hat sich eine bedeckte Oberfläche von 30 bis 40 Prozent bewährt. In kleineren Teichen eher weniger, damit genug Gasaustausch bleibt.

Substrate sind eine stille Stellschraube. Nährstoffreiche Teicherde lässt Pflanzen zunächst rasant wachsen, setzt aber Phosphate frei. In Anlagen, die auf klares Wasser abzielen, arbeiten wir mit mineralischen Substraten, deren Poren Mikroorganismen besiedeln. Die Pflanzen erhalten Nährstoffe über die Wassersäule und die Wurzeln als Pumpe. Topfkulturen begrenzen Ausbreitung, wichtig bei Teichen neben Terrassen, wo Wurzelrhizome gern unter Platten wandern.

Technik mit Augenmaß

Filter, Pumpen, UVC, Skimmer, Belüfter - alles hat seinen Platz, aber nicht jedes Gerät passt in jeden Teich. Ein häufiger Fehlschluss: Größerer Filter löst jedes Problem. Tut er nicht, wenn der Zulauf falsch liegt, die Strömung Totzonen erzeugt oder der Besatz zu hoch ist. Wir rechnen mit 0,5 bis 1-fachem Teichvolumen pro Stunde als Basisschlagzahl. Bei Koi-Teichen mehr, bei naturnahen Teichen weniger. Der Rücklauf sollte das Wasser nicht wie ein Whirlpool aufwühlen, sondern eine ruhige, vollständige Umwälzung erzeugen.

UVC-Geräte klären Schwebealgen, aber sie ersetzen keine Biologie. In Teichen mit vielen Kleinstlebewesen schalten wir UVC zeitweise ab, etwa nach erfolgreicher Frühjahrs-Klärung, um Zooplankton nicht dauerhaft zu dezimieren. Skimmer sind im Herbst Gold wert, im Sommer praktisch, wenn Bäume nahe stehen. Wichtig ist, dass der Skimmerkorb regelmäßig geleert wird, sonst wird er zur Nährstoffbombe.

Beim Stromverbrauch lohnt sich der Blick in die Datenblätter. Permanent laufende Pumpen mit 40 bis 60 Watt sind in kleinen Teichen realistisch. Alles darüber treibt die Betriebskosten unnötig hoch, wenn der hydraulische Widerstand nicht passt. Im Teichservice Hamburg haben wir mehrere Anlagen von 120 Watt auf 55 Watt umgestellt, einfach durch größere Rohrquerschnitte und Teichservice sanftere Bögen. Die Durchflussmenge blieb nahezu gleich, die Stromrechnung sank deutlich.

Wasserwerte: messen, was zählt

Wir messen nicht aus Prinzip, sondern um Entscheidungen zu treffen. Relevante Werte sind Karbonathärte (KH), pH, Nitrit, Nitrat, Ammonium/Ammoniak, Phosphat und gelöster Sauerstoff. Eine KH zwischen 5 und 8 Grad dH stabilisiert den pH. Nitrit gehört dauerhaft nahe null, Nitrat darf in pflanzenstarken Teichen ruhig zwischen 5 und 25 mg/l schwanken. Phosphat ist der Zündfunke, schon 0,05 mg/l können Algen in Fahrt bringen. Sauerstoffwerte sollten morgens über 6 mg/l liegen, abends können sie straff Richtung 10 mg/l steigen, das ist normal.

Wir begegnen oft zwei Messfehlern. Erstens: Teststreifen als einzige Quelle. Sie sind grobe Indikatoren, aber bei Grenzfällen ungenau. Zweitens: Einzelmessungen ohne Kontext. Ein hoher pH am späten Nachmittag ist nicht automatisch kritisch, wenn die KH solide ist und der Morgenwert passt. Wer in Phasen misst, versteht den Atem des Teiches.

Fischbesatz mit Vernunft

Fische machen den Teich lebendig, aber sie definieren auch die Last. Als Faustregel für Goldfische in gut gefilterten Zierteichen nutze ich 15 bis 20 Zentimeter Fischlänge je Kubikmeter, bei Koi deutlich weniger, je nach Filter und Pflege. Wachstum wird unterschätzt. Acht junge Koi mit je 15 Zentimetern wirken niedlich, zwei Jahre später, bei 35 bis 45 Zentimetern, verändert sich das System. Das Futter wird zur Hauptnährstoffquelle, die Filtermatten müssen öfter gereinigt, der Wasserwechsel konsequenter gefahren werden.

Füttern wir, zählen wir nicht nach der Packungsangabe, sondern nach Verhalten und Wassertemperatur. Fische haben gute Tage und trägere Tage. Bleibt Futter nach fünf Minuten liegen, war es zu viel. Sinkfutter ist in naturnahen Teichen oft besser, weil es weniger von Vögeln geholt wird und Fische ruhiger fressen. In Koi-Teichen mit starker Oberflächenbewegung funktioniert Schwimmfutter, aber wir beobachten die Strömung, damit keine Totzonen voller Futter entstehen.

Sedimentmanagement ohne Kahlschlag

Schlamm ist kein Feind, sondern Teil des Systems. Er wird erst problematisch, wenn er dicke, anaerobe Schichten bildet. Wir peilen einen dünnen Film an, der Mikroorganismen Lebensraum bietet. In der Praxis bedeutet das: punktuelles Absaugen an Hotspots, nicht flächiges „Ausbaggern“ bei jedem Termin. Flachwasserzonen, Bachmulden, hinter Steinen, unter Seerosenblättern, dort setzt sich der Großteil ab. In größeren Teichen arbeiten wir mit Sedimentfallen, kleine Mulden, in die die Strömung Feinkorn trägt. Dort saugt man in zehn Minuten mehr Sinnvolles ab als in einer Stunde planloser Aktion.

Wetterextreme: auf Schwankungen vorbereitet

Hitzeperioden, Starkregen, Staub aus trockenen Sommern, Pollenflug im Mai - all das beeinflusst das Wasser. Wir halten Mittel bereit, bevor es brennt: Ersatzpumpe, zusätzliche Belüfter, Fällmittel in vernünftiger Menge, Schläuche, Filtervliese. Als die Sommer 2018 bis 2020 sehr warm waren, haben wir in Hamburg in mehreren Teichen die Beschattung gezielt erhöht, nicht mit Folien, sondern mit flexiblen Seerosenkörben und temporären Schilfmatten im Flachwasser. Zwei Grad weniger in der Tropfschicht über dem Wasser reichen oft, um die Sauerstoffkurve am Morgen oben zu halten.

Starkregen spült nicht nur Wasser, sondern auch Feinteile, Dünger und Ölreste in den Teich. Wer Zuflüsse kontrolliert und Absetzmulden davor schaltet, hat nach einem Gewitter weniger Nacharbeit. In einem Kundenteich in Altona hat eine 60 Zentimeter tiefe Absetzgrube am Zulauf die Trübstoffe so gut abgefangen, dass der Hauptteich nach Unwettern glasklar blieb, während die Grube am nächsten Tag in Ruhe abgesaugt wurde.

Häufige Fehler aus der Praxis

Viele Probleme wiederholen sich, unabhängig von Größe und Budget. Drei Beispiele, die wir im Teichservice häufig antreffen:

Erstens, Fütterung übers Bauchgefühl des Halters statt über das Verhalten der Fische. Das endet in überschüssigen Nährstoffen und Algen. Zweitens, Filterreinigung zu gründlich und zu selten. Wer den Biofilm jede dritte Woche vollständig ausspült, fängt biologisch immer bei null an. Besser: Teilreinigung, abhängig vom Druckaufbau. Drittens, zu viele Pflanzen in zu nährstoffreichem Substrat. Das wirkt anfangs prachtvoll, endet aber in Phosphatfreisetzung.

Ein weiterer Klassiker ist das „Kosmetik-Skimming“. Blütenblätter werden täglich abgefischt, aber die dicken Schlammmulden unter der Seerose bleiben liegen. Sichtbar schön, systemisch nutzlos. Besser andersherum.

Regionale Noten: Was wir im Teichservice Hamburg beachten

Hamburg bringt sein eigenes Set an Eigenheiten mit. Viel Wind, plötzliche Sommergewitterschübe, Laubbäume in Stadtnähe, milde Winter, oft weiches Regenwasser. Daraus ergeben sich typische Baustellen. Pollenlast im späten Frühling fordert Skimmer und Vorfilter stark. Schlick aus Stadtstaub landet nach Trockenphasen auf der Wasseroberfläche und bindet sich erst bei ordentlicher Oberflächenbewegung. Die Leitungswasserqualität ist in vielen Stadtteilen stabil, dennoch prüfen wir KH und Leitfähigkeit beim Nachfüllen, vor allem in älteren Häusern mit langen Leitungswegen.

In Alsternähe haben Teiche mit offenem Zulauf zuweilen Besucher von Enten oder Graureihern. Das ist charmant, aber hygienisch und nährstofftechnisch belastend. Wir empfehlen hier dezente Abwehr, nicht durch Netze über der ganzen Fläche, sondern durch Randgestaltung. Dichte Bepflanzung im Uferbereich, große Steine, die das Landen unattraktiv machen, und in kritischen Phasen Bewegungsreflexionen auf der Oberfläche. So bleibt die Wasserqualität stabil, ohne dass die Anlage wie ein Käfig wirkt. Wer einen professionellen Teichservice in Anspruch nimmt, etwa einen Teichservice Hamburg mit Ortskenntnis, profitiert genau an solchen Stellen von Erfahrung.

Wenn professionelle Hilfe Sinn ergibt

Viele Besitzer pflegen ihren Teich mit Hingabe. An zwei Stellen lohnt sich externer Blick: beim Reset und bei hartnäckigen Störungen. Ein Reset ist fällig, wenn Sedimente die Biologie ersticken, die Technik nicht zum Volumen passt oder das Layout Totzonen erzeugt. Das lässt sich meist in ein bis zwei Einsatztagen neu ordnen: selektiver Schlammabzug, Umpositionieren von Ein- und Ausläufen, Pflanzkörbe neu setzen, Filtervolumen anpassen. Danach läuft die Routine wieder in den Händen der Besitzer.

Hartnäckige Störungen sind schwerer zu greifen. Dazu zählen wiederkehrende Algenblüten trotz guter Werte, chronisch niedriger Sauerstoff am Morgen, pH-Sprünge ohne sichtbare Ursache oder Fischverluste, die sich nicht mit Parasiten erklären lassen. Hier hilft systematisches Vorgehen: lückenlose Messreihen, Inspektion bei Nacht, Strömungsanalyse mit Farbstoff, Auswertung des Fütterungs- und Reinigungsprotokolls. Ein Teich und Gewässerservice bringt diese Instrumente mit und spart Zeit.

Materialien, die den Unterschied machen

Über die Jahre haben sich einige Materialien als verlässlich erwiesen. Flexible Schläuche mit glatter Innenwand minimieren Druckverluste. Filtermaterialien mit großer spezifischer Oberfläche, die sich leicht spülen lassen, schlagen dicht verstopfende Schäume. Mineralische Substrate ohne gelöste Phosphate ersparen Überraschungen. Eine ehrliche UVC mit dokumentierter Leistung, statt überschätzter Billigmodule, macht nur dann Sinn, wenn die hydraulische Einbindung stimmt. Und ganz banal: ein Laubkescher mit stabilem, tiefem Netz und auswechselbarem Kopf. Wer einmal mit einem wackeligen Kescher 40 Minuten Fadenalgen geangelt hat, versteht, was ich meine.

Realistische Erwartungen an klares Wasser

Kein Teich bleibt jeden Tag kristallklar. Nach Gewittern, starkem Pollenflug oder einem üppigen Seerosenanwuchs kann die Sichttiefe für ein paar Tage auf 60 bis 80 Zentimeter fallen. Das ist normal. Ziel ist nicht sterile Perfektion, sondern ein ruhiger Kurs: keine stinkenden Zonen, keine massiven Schwankungen, vitales Leben, stabile Werte. Ein 10-Kubikmeter-Zierteich mit moderatem Besatz und stimmiger Pflanzung erreicht eine Sichttiefe von 1,2 bis 1,5 Metern an den meisten Tagen. Ein Koi-Teich mit starker Fütterung liegt eher zwischen 0,8 und 1,2 Metern. Wer diese Spannen akzeptiert, trifft bessere Entscheidungen.

Eine kurze, klare Saison-Checkliste

    Frühling: Sediment-Hotspots absaugen, Filter sanft hochfahren, Pflanzen setzen oder teilen, UVC-Leuchtmittel prüfen. Sommer: Sauerstoff am Morgen kontrollieren, Fütterung nach Verhalten steuern, Strömung ruhig, aber vollständig halten, punktuell Wasser wechseln. Herbst: Laubnetze, abgestorbene Biomasse entnehmen, Filterleistung zurückfahren, Pflanzen zurücknehmen ohne zu verarmen. Winter: Gasaustausch sichern, keine harten Eingriffe, Fütterung nur bei ausreichender Temperatur und Aktivität, Technik frostsicher.

Warum das Zusammenspiel zählt

Teiche sind klein, aber komplex. Jede Schraube bewegt eine andere. Wer einmal erlebt hat, wie eine sparsame Fütterung, zwei neu gesetzte Unterwasserpflanzenkörbe und ein leicht gedrehter Rücklauf zusammen innerhalb von drei Wochen ein grünlich-trübes Becken in ein lebendiges Gewässer mit 1,4 Meter Sicht verwandeln, versteht den Zauber. Es wirkt unspektakulär von außen, aber es ist die Summe vieler kleiner, richtiger Entscheidungen.

Für Besitzer, die die Verantwortung gern teileweise abgeben, bleibt der Weg offen: Periodische Wartung durch einen Teichservice, eine jährliche Grundinspektion, eine Upgrade-Phase für Technik, die den Dienst getan hat. Ob im privaten Garten am Stadtrand oder auf einer Unternehmensfläche in Citynähe, ein erfahrener Teich und Gewässerservice nimmt die individuellen Bedingungen ernst. Und das ist am Ende die einzige verlässliche Abkürzung zu klarem Wasser - das ganze Jahr.

Name: Wiechardt & Stähr Teich- und Gewässerservice GbR Adresse: Löhweiden 14, 21709 Himmelpforten Telefon: 04144 6989301